KYLESA Live – 30.06. STRØM München

Ja, endlich war es soweit. Ich konnte die Band, die mich seit bald zweiJahren intensiv begleitet hat, live erleben. Kylesa war eine Zufallsentdeckung, die mich wahrlich vom Hocker riss (wie mein damaliger FB-Status beweist). Seitdem dröhnt Kylesa nahezu kontinuierlich aus meinen Boxen, ohne jemals an Reiz zu verlieren. Doch nun zum Konzert:

Wegen des WM-Spiels Deutschland vs. Algerien wurde das Konzert zeitlich vorverlegt, was mir ziemlich gut in den Kram passte, da ich dann die Heimreise früher antreten konnte. Aufgrund eines Staus hechelte ich allerdings ganz knapp zu Beginn der Vorband Lazer/Wulf in den Club. Zum Glück hab ich nichts verpasst, denn die Tourkompanen von Kylesa habens ziemlich drauf. Mit treffender Präzession und einem sichtbaren Anflug von Wahnsinn zaubert das Dreiergespann ausgefeilte und experimentelle Stücke auf die Bühne, wobei sich Gitarrist Bryan Aiken hauptsächlich auf sein Instrument konzentriert, und nur selten ein paar Worte ins Mikro brüllt, oder am Ende des Songs Master-of-Puppets-mäßig lacht.

Alles in allem ein wahrer Hochgenuss, sodass ich es mir nicht nehmen lies der Band ein Shirt und die neueste Scheibe abzunehmen.

Dann aber kommt Kylesa! Eine Band, die in den letzten Jahren einiges an wechselnden Mitgliedern mitmachen musste. An sich besteht die Band aus drei festen Mitgliedern und wird live an Bass und zweitem Schlagzeug von Sessionmusikern unterstützt. Das tut der ganzen Sache aber nicht weh, denn Kylesa war genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte – dreckig, hart, mitreißend, vielseitig. Ob nun Laura Pleasants harte Riffs schreddert oder ihre Screams loslässt (Frauen im Metal … hach), ob Philipp Cope mit dem Theremin experimentiert oder die beiden Drummer ein gewaltiges Solo loslassen – meine Erwartungen an dieses Konzert wurden zu 100% erfüllt. Mit ihrem ungewöhnlichen Sound und einer vielseitigen Songauswahl unterhielten sie nicht nur, sondern brachten die Zuhörer innerlich zum Beben – in einem voll positiven Sinne. Beeindruckend, wenn man bedenkt dass die Band seit beinahe einem Monat auf Tour ist und täglich eine Show abliefert, denn von fehlender Energie oder Lust war nichts zu spüren. Dies ließen auch die Zuhörer spüren, die ordentlich mitfeierten und dank der kleinen Größe des Clubs und der daraus folgenden Nähe zur Band die richtige Atmosphäre aufbauten.

Was kann ich noch sagen? Vermutlich mag man Kylesa oder eben nicht. Im Idealfall liebt man sie, denn sie haben es verdient.

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