Ich bin Batman!

Ja, habt´er jetz nich mit gerechnet, was?
So siehts aus. Wo ich tagsüber als Milliardär und Wohltäter durch die Straßen wandle, begebe ich mich des Nachts maskiert durch die finsteren Gassen von Gotham am Inn, um verrückte Schurken und randalierende Besoffene zu fassen. Jetzt ist auch klar, weshalb ich so lange nichts mehr geschrieben habe: Ich habe keine Zeit mehr. Die Verbrecher von heute sind auch nicht mehr, was sie mal waren. Mei, als wir noch jung waren…

Aber ich schweife ab. Natürlich bin ich kein als Fledermaus verkleideter Verbrecherjäger. Auch nicht nachts. Und ein Milliardär bin ich schon gar nicht. Aber ich besitze durchaus eine versteckte Identität.
Und was mache ich da? Nichts besonderes. Keine Verbrecherjagd. Auch nichts verbrecherisches. Eigentlich bin ich da ein ganz normaler Typ. Aber dennoch bin ich mir sicher, dass es eine nicht geringe Menge von Menschen gibt, die diese meine zweite Identität nicht kennen. Zugegeben – ich bin ja erst heute auf den Gedanken gekommen, dass ich eine weitere Identität besitze, deshalb sei es diesen Menschen verziehen.
Die zweite Rolle, die ich in meinem Leben spiele, ist ohne Übergang, ohne Verwandlung und ohne Kostümwechsel in meinen Alltag eingewoben – dennoch wären viele überrascht, mich in jener Rolle als „ganz anderen Menschen“ kennen zu lernen. Soweit kann ich mich nämlich schon einschätzen – es gibt einige Charakterzüge an mir, die in einem leichten Gegensatz zu jenem Bild stehen, welches die breite Öffentlichkeit von mir hat.

Wie ist jetzt mit zwei solcher Identitäten umgehen? Möglichst voneinander trennen? Offenlegen? Verstecken? Wenn ich anderen Leuten auf der Straße begegne, befällt mich der Gedanke, dass jede und jeder von uns ein geheimes, zweites Ich besitzt. Vielleicht verstecken sich unter den gewohnten Gesichtern ja Heldengestalten, die man mit einem oftmals oberflächlichen Blick niemals erwartet hätte.
Ein netter Gedanke.

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Ein Gedanke zu “Ich bin Batman!

  1. Ich denke, jeder hat irgendwo eine zweite Seite – eine andere Identität. Vielen ist dies aber nicht wirklich bewusst, oder noch nicht reif genug, um dies zu erkennen. Oft fängt es schon damit an, dass man sich in der Arbeitswelt derart verstellen muss, um sich anzupassen. Trifft man solch eine Person aber privat, zieht es einem fast die Schuhe aus! Denn wer hätte damit gerechnet, dass die reizende, modisch gekleidete Büroangestellte privat auf Tattoos und Hardrock abfährt … 😀
    LG!

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