Rezension #6: GTA San Andreas

Rezension #6: Grand Theft Auto San Andreas

Wenns sonst nichts kommt, wenigstens eine Rezension: Diesmal zu einem Videospielen, welches ich zur Zeit spiele.

Hierfür muss ich aber erstmal weiter ausholen: Die GTA-Serie ist unter Videospielen eine ganz besondere Gattung. Der Titel „Grand Theft Auto“ ist der Polizeicode für Autodiebstahl – darum gehts nämlich hauptsächlich. Der Protagonist ist ein Krimineller, der sich auf brutale Art und Weise durch die Städte schlingelt, möglichst vielen Bullen entkommt und dabei das große Geld macht. Diese Formel besteht seit dem 1. GTA . Selbstverständlich löst diese Art von Spiel jede Menge Kontroverse aus, denn natürlich laden diese Möglichkeiten dazu ein, innerhalb des Spiels möglichst viel Chaos zu verursachen, und dabei viele virtuelle Leben auszulöschen.

Diese Frage kann und will ich jetzt aber gar nicht bearbeiten. Fakt ist – GTA glänzte von Anfang an durch detailverliebtheit und einem gewissen Gangstercharme.

Das wirkliche Erfolgsrezept machen dabei die genialen Storys, die einzigartigen Charaktere und – für mich ein starkes Plus – Details wie eigens angefertigte Radiosender. Die Teile wurden zunehmend offener, größer und besser. Nach GTA III erschien mein persönlicher Lieblingsteil – GTA Vice City.  Nach diesem genialen Stück 80er Jahre kommen wir zu GTA San Andreas – worums hier eigentlich geht.

Wenn man sich die Trailer anguckt, merkt man schnell, dass diese Spiele grundverschiedene Akzente setzen. Die fiktiven Städte, in denen man sich befindet, lehnen sich an reale Städte an: Liberty City aus GTA III an New York, Vice City an Miami und in San Andreas haben wir ein riesiges Areal mit drei Städten (angelehnt an Los Angeles, San Francisco und Las Vegas). Alle Spiele haben also nicht nur ihre eigene Welt, sondern einen ganz besonderen Charme: Wo in VC z.B. starke Erinnerungen an Miami Vice und Scarface vorhanden sind, enthält San Andreas so einige Anspielungen auf diverse Gangsterfilme. Ich meine: Gangstafilme. Was ich zuerst als etwas negativ empfand, weil ich eben kein so großer Gangsta bin, hat sich bald als reizvoll herausgestellt. Hier mal die Story:

Vor fünf Jahren hat Carl Johnson es geschafft, den Problemen von Los Santos zu entkommen – einer Stadt im Staat San Andreas, die in Bandenkriegen, Drogen und Korruption zu versinken droht. Einer Stadt, in der Filmstars und Millionäre so gut es geht versuchen, den Dealern und Straßengangs aus dem Weg zu gehen. Jetzt – wir schreiben die frühen 90er, muss Carl zurück. Seine Mutter wurde ermordet, seine Familie ist auseinandergebrochen und seine alten Freunde sind drauf und dran, auf direktem Weg ins Verderben zu schlittern. Doch kaum zurück in seiner alten Heimat, hängen ihm ein paar korrupte Cops einen Mord an. CJ muss weg … auf eine Reise, die ihn durch ganz San Andreas führt, um seine Familie zu retten und die Strassen unter seine Kontrolle zu bringen.  

San Andreas läuft also ab wie die vielen anderen GTA-Teile. Man beginnt als kleiner Fisch und muss sich ganz hocharbeiten. Hier basiert dies speziell auf dem Gang-Leben, welches CJ führt. Dabei gilt es die eigene Gang zu vergrößern und den eigenen Einflussbereich auf diverse Straßenviertel zu vergrößern. Dies ist aber nur ein Aspekt dieses Spiels. Nebst hunderten Nebenmissionen führt die Hauptstory unseren Protagonisten langsam durch ganz San Andreas – zu immer härteren Pflastern, zu blutigeren Missionen und zu verrückteren Kriminellen. Diese machen den ganz besonderen Charme der Reihe maßgeblich aus: Wunderbar parodiert und trotzdem authentisch begegnen uns durchgeknallte Dealer, Zuhälter und Mafiabosse. Die Figuren sind wirklich einzigartig gestaltet, was nicht zuletzt auch an bekannten Synchronsprechern liegt (Beispiel aus San Andreas: Samuel L. Jackson als korrupter Polizist).

Ziel ist also, sich möglichst hochzuarbeiten, viel Kohle zu machen, Immobilien zu besitzen, einfach: ein ganz großer Gangsterboss werden. Das hoch- und weiterarbeiten wird in San Andreas auf verschiedene Ebenen gebracht: So ist man hier nicht nur in Sachen Gang und Kohle darauf aus, größer zu werden, sondern auch im Bezug auf Fitness, Ernährung und sogar die Entwicklung von Beziehungen zwischen dem Hauptcharakter und 7 potentiellen Freundinnen. Diese Nebenspielereien bewirken (zumindest bei mir), dass man nicht nur damit beschäftigt ist, möglichst viel zu zerstören, Autos zu klauen und durch die Straßen zu rasen, sondern durchaus auch mal gemütlich mit seiner Freundin durch die Viertel cruist, in der nächsten Bar Billiard spielt oder schlicht die Landschaft  geniesst.  Die ist sowieso ziemlich schön gestaltet, da in San Andreas nicht nur in Stadtteilen spielt, sondern bietet auch große Landschaften mit kleinen Dörfchen und Bauernhöfen mit riesigen Feldern, über welche mit dem Traktor gedüst werden kann.

Diese gigantische Welt kann dann auch mal ZU groß sein, v.a. wenn Aufträge quer durch den ganzen Staat führen. Dann kanns schonmal nervig sein, 10 Minuten mit dem Auto rumzudüsen, bis man mal am Auftragsort ankommt. (Achtung, jetzt kommt endlich das Fazit:) Im großen und ganzen ist San Andreas  ein äußerst gelungener Teil der Serie, eröffnet mit seiner Gangstruktur neue Welten, bietet Unmengen Spaß dank riesiger Spielwiese, erzählt eine interessante Story und macht mit seinen unvergleichlichen Charakteren einfach Spaß auf mehr. Von mir gibts eine absolute Spielempfehlung. Auch wenn GTA: San Andreas inzwischen schon etwas in die Jahre gekommen ist – für künftige Zocker könnte das (hoffentlich bald) erscheinende GTA V., welches den Spieler wieder noch Los Santos zurückführt, ein Leckerbissen werden.

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