Goodbye, Fleisch!

So, morgen ist Aschermittwoch, der Beginn der Fastenzeit.

Einige der wenigen, die sich noch um die Fastenzeit bemühen, nutzen diese oftmals als Zeit des Diät-Haltens, der Zeit des Verzichts auf Süßigkeiten und des Verzichts auf zu viel Essen.

Ganz trifft das nicht den Sinn der Fastenzeit, geht es hier ja um Umkehr und Buße, statt um Abnehmen.
Auf etwas zu verzichten, kann aus zweierlei Standpunkten betrachtet werden:
Zum einen ist da der Verzicht selbst: Man nimmt Abstand von etwas, legt sich selbst Fesseln an, „bestraft“ sich selbst durch das Verbot von Genüssen. Das kann einem vor Augen führen, wie abhängig man von diversem Luxus ist, und wie sehr man die eigene Disziplin hier fördern muss.
Zum anderen kann der Verzicht auch ein positiver Wandel sein. Meistens verzichtet man ja auf Dinge, die man sowieso nicht vermisst. Auch wenn uns bewusst wird, dass wir uns damit selbst hinters Licht führen, sehen wir davon ab und jammern über unseren Verlust. Dass der Verzicht auf eine bestimmte Sache uns selbst verändern kann, weil wir sehr von dieser abhängig sind, daran wollen wir lieber gar nicht denken. Wir wollen ja keine Veränderung. Wer dies jedoch mal aus dieser Sicht betrachtet, findet möglichergeweise Gefallen an jener neuen Lebensform – und bejaht sie sogar mit fröhlichem Gewissen.

Wie der Titel des Blogs schon verrät – ich werde in der Fastenzeit kein Fleisch essen. Zugegeben – ich habe schon vor einiger Zeit darüber nachgedacht, meinen Fleischkonsum komplett einzustellen (der ohnehin – das behaupte ich zumindest immer – schon relativ niedrig ist). Wie schwer diese Entscheidung tatsächlich ist, fällt mir auf wenn ich im Restaurant sitze, wo der Großteil der Speisen Fleisch enthalten. Oder wenn ich in die Mensa gehe, wo man aus 3 verschiedenen Speisen auswählen muss, von denen mindestens 2 Fleisch enthalten. (Wer jemals in der Mensa von Eichstätt war, weiß um mein Problem bestens bescheid!!)

Trotz dieser Widrigkeiten (oder gerade deswegen) verzichte ich ab Morgen bis Ostern auf Fleisch. Sicher komme ich da (v.a. in der Mensa) an meine Grenzen. Aber durchhalten werde ich es. Wer weiß was danach mit mir passiert – vielleicht finde ich Gefallen am fleischlosen Dasein.

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Ein Gedanke zu “Goodbye, Fleisch!

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